Biographie
Im Herbst 2019 führten Ermittlungsbeamte in Tynda bei friedlichen Bürgern Hausdurchsuchungen durch. Danach wurde Sergei Juferow nur wegen seines Glaubens als Angeklagter in einem Strafverfahren wegen Extremismus geführt.
Sergei wurde 1975 in Taschkent (Usbekistan) geboren. Er hat einen jüngeren Bruder. Seit seiner Kindheit interessierte sich Sergei für Musik und Fotografie und spielte im Blasorchester. Er absolvierte eine technische Schule in seiner Heimatstadt mit dem Abschluss als Elektro-Techniker. Seit 1994 arbeitet er in seinem Beruf. In seiner Freizeit schaut er gern historische Dokumentarfilme.
Sergei suchte lange vergeblich nach Antworten auf grundlegende Lebensfragen in verschiedenen Quellen. Anfang der 1990er begann er, die Bibel zu erforschen, und fasste den festen Entschluss, den Weg als Christ einzuschlagen. Er erklärte: „Die biblischen moralischen Grundsätze begannen mein Leben zu beeinflussen: Ich habe meine Nikotinsucht überwunden, aufgehört pflanzliche Drogen zu rauchen, den Kontakt zu fragwürdigen Freunden abgebrochen und keine vulgäre Sprache mehr benutzt. Mein Leben bekam Sinn.“
1994 verweigerte Sergei aus religiösen Gründen den Militärdienst und wurde deshalb verurteilt. Mit 27 Jahren wurde er altersbedingt ausgemustert.
1997 heiratete Sergei Natalja; gemeinsam bekamen sie zwei Kinder, einen Sohn und eine Tochter. Wegen Nataljas Gesundheitszustand zog die Familie nach Tynda.
Die Strafverfolgung des Familienoberhaupts hat die gesamte Familie erschüttert. Vor Gericht betonte Sergei: „Das Wort Gottes, die Bibel – in allen Übersetzungen und Fassungen beliebiger Jahre – fordert dazu auf, gesetzestreue Bürger zu sein … Wenn Jesus nie Extremismus gelehrt hat, kann man dann die Tätigkeit unter seiner Führung als extremistisch bezeichnen?“
