Diese Person wird auch in einem anderen Strafverfahren verfolgt:
Der Fall Sokolov in Zeya
Aktualisierte: 24. Juli 2024
NAME: Sokolov Yevgeniy Yuriyevich
Geburtsdatum: 18. Juli 1976
Aktueller Stand in der Strafsache: Angeklagter
Artikel des Strafgesetzbuches der Russischen Föderation: 282.2 (1)
In Gewahrsam genommen: 1 Tag in der vorläufigen Haftanstalt, 140 Tage in der Untersuchungshaftanstalt
Derzeitige Einschränkungen: Verbot bestimmter Handlungen

Biographie

Am 13. Juli 2020 führten die Strafverfolgungsbehörden der Region Woronesch die größte Sonderoperation gegen Jehovas Zeugen im heutigen Russland durch. Unter den Opfern der Aktionen der Aktivisten befand sich auch Jewgeni Sokolow, der nach einer Durchsuchung in die Untersuchungshaftanstalt eingeliefert wurde.

Jewgeni wurde 1976 in Prokopjewsk (Region Kemerowo) geboren. Er hat zwei Brüder in seiner Familie. Als Kind ging er mit seinem Vater angeln. Er liebte es, Bücher zu lesen.

Nach der Schule absolvierte Jewgenij eine Bergbauschule. Er arbeitete als Elektriker unter Tage in einem Bergwerk, als Elektriker in einem Hotel und in einer Abendschule. Er lebte in verschiedenen Städten: Taschtagol, Osinniki, Chanty-Mansijsk, Fernost, Saratow und Woronesch.

In den frühen 90er Jahren begann Eugene, die Heilige Schrift gründlich zu studieren. Er war beeindruckt von der Beständigkeit dieses alten Buches und der Genauigkeit der erfüllten Prophezeiungen und beschloss, Christ zu werden.

1995 heiratete Eugene Alesya. Sie lieben es, Zeit miteinander auf dem Land und in den Bergen zu verbringen.

Familie und Freunde sind schockiert über Jewgenijs Verhaftung und machen sich Sorgen, dass anständige Menschen wegen ihres Glaubens an Gott und ihres Bibellesens ins Gefängnis kommen können.

Fallbeispiel

An einem Tag, dem 13. Juli 2020, wurden 110 Durchsuchungen in 7 Siedlungen der Region Woronesch durchgeführt – eine rekordverdächtige Operation gegen Jehovas Zeugen in Russland. Fünf Gläubige berichteten von Folter durch die Sicherheitskräfte. Zehn Männer im Alter von 24 bis 56 Jahren wurden vom Ermittlungskomitee wegen Organisation extremistischer Aktivitäten angeklagt und ins Gefängnis gesteckt, wo die meisten von ihnen fast 5 Monate lang festgehalten wurden. Die Ereignisse in Woronesch lösten einen breiten öffentlichen Aufschrei aus: Die EU-Länder sowie das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten drückten ihr Bedauern und ihre Fassungslosigkeit im Zusammenhang mit dem Vorfall aus. Die Gläubigen selbst bekennen sich nicht zum Extremismus und betonen, dass sie als Christen die Obrigkeit respektieren und ihre Religion friedlich im Einklang mit dem Verfassungsrecht ausüben. Die Prüfung des Falles vor Gericht begann im Dezember 2021. Gläubigen drohen bis zu 10 Jahre Gefängnis.