Biografie
Darja Petrochenko, Hauptspezialistin der Vertretung von Inguschetien beim Präsidenten der Russischen Föderation in Moskau, sieht sich einer Strafverfolgung wegen ihres Glaubens an Jehova ausgesetzt. Im Dezember 2024 wurden bei Darja und ihrer Mutter Hausdurchsuchungen durchgeführt. Die Gläubige kam ins Untersuchungsgefängnis. Nach anderthalb Jahren verurteilte das Gericht sie zu fünf Jahren Freiheitsentzug.
Darja wurde im März 1992 in der Oblast Moskau geboren. Ihr Vater ist Ingenieur, ihre Mutter Warenkundlerin. Darja hat einen älteren Halbbruder väterlicherseits.
Sie schloss das College mit Auszeichnung in der Fachrichtung „Sekretärin-Referentin mit Englischkenntnissen“ ab. Danach erwarb sie zwei Hochschulabschlüsse in den Fachrichtungen „Juristin“ und „Übersetzerin“.
Bereits Anfang der 1990er Jahre, noch vor Darjas Geburt, lernte ihre Mutter die Zeugen Jehovas kennen. Die biblischen Wahrheiten, für die ihre Mutter von klein auf ihr Interesse weckte, fanden im Herzen von Darja einen festen Platz. Im Jahr 2010 ließ sie sich taufen.
Als Kind liebte Darja Bewegungsspiele, fuhr Fahrrad und Rollschuhe und reiste gern. Bis zu ihrer Festnahme führte sie weiterhin einen aktiven Lebensstil – sie trieb Sport, schwamm gerne, reiste und verbesserte ihre Deutsch- und Spanischkenntnisse.
Angehörige, Freunde und Kollegen können nicht nachvollziehen, warum diese friedliche und verantwortungsbewusste junge Frau ein so hartes Urteil erhielt. Sie unterstützen sie auf vielfältige Weise.
„Der Richter fragte, ob ich es bereue, was ich getan habe. Ich kann ganz klar sagen: nein“, erklärte Darja in ihrem Schlusswort. „Ich kenne meine Beweggründe. Ich wollte wirklich jemandem helfen, von dem behauptet wurde, er habe einen Angehörigen verloren. Ich habe nichts von ihr verlangt, ihr nichts angeboten... Ich habe weder ihr noch der verfassungsmäßigen Ordnung irgendeinen Schaden zugefügt.“
