Aktualisierte: 12. Juli 2024
NAME: Oreshkov Aleksey Borisovich
Geburtsdatum: 21. Juni 1971
Aktueller Stand in der Strafsache: Verurteilte Person
Artikel des Strafgesetzbuches der Russischen Föderation: 282.2 (2)
In Gewahrsam genommen: 210 Tage in der Untersuchungshaftanstalt, 30 Tage Unter Hausarrest
Derzeitige Einschränkungen: Bewährungsstrafe
Satz: Strafe in Form einer Freiheitsstrafe von 3 Jahren mit Freiheitsbeschränkung von 10 Monaten; Die Hauptstrafe in Form einer Freiheitsstrafe gilt als bedingt und sieht eine Bewährungszeit von 3 Jahren vor

Biographie

Am 16. und 17. Juli 2019 fanden in der Region Nischni Nowgorod Massendurchsuchungen und Inhaftierungen von Zivilisten aufgrund ihrer Religion statt. Mindestens 11 Personen wurden festgenommen. Zwei Gläubige wurden ins Gefängnis geworfen, weil sie über religiöse Themen gesprochen hatten, was von den Strafverfolgungsbehörden als Extremismus interpretiert wird. Was wissen wir über einen von ihnen, Alexej Oreschkow?

Alexey wurde 1971 in Pawlow geboren. Als Kind spielte er gerne Tischtennis. Später absolvierte er die Musikhochschule in Nischni Nowgorod, benannt nach M. A. Balakirew, in der Klasse der Blasinstrumente. Er arbeitete auch in den Gremien für innere Angelegenheiten (Hauptdirektion für innere Angelegenheiten des Gebiets Nischni Nowgorod). Jetzt ist er Rentner. Vor seiner Verhaftung kümmerte er sich mehrere Jahre lang um seine betagte Mutter, die ständig gepflegt werden muss. Er hat einen erwachsenen Sohn und eine kleine Enkelin.

Seit 2011 ist Aleksey ein überzeugter Christ. Seine Familie und Freunde sind sehr fassungslos über seine Verhaftung wegen Extremismus. Ihrer Meinung nach steht sein Lebensstil in völligem Widerspruch zu dem, was ihm vorgeworfen wird.

Fallbeispiel

Im Juli 2019 kam es in Nischni Nowgorod und der Stadt Pawlowo zu Massendurchsuchungen und Inhaftierungen von Zeugen Jehovas. Der Föderale Sicherheitsdienst Russlands für das Gebiet Nischni Nowgorod leitete ein Strafverfahren wegen des Verdachts ein, dass Unbekannte an extremistischen Aktivitäten beteiligt waren – so klassifizierte die Untersuchung die Religionsausübung von Gläubigen. Die Sicherheitskräfte nahmen Aleksey Oreshkov und Aleksandr Vavilov fest und nahmen sie für 211 bzw. 241 Tage in Untersuchungshaft. Später fügte der FSB Aleksandr Rakovskiy als Angeklagten hinzu. Im Januar 2021 ging der Fall vor Gericht. Trotz erfundener Zeugenaussagen in dem Fall und der Tatsache, dass es keine Opfer gab, verhängte das Gericht im Oktober 2021 eine 3-jährige Bewährungsstrafe gegen die friedlichen Gläubigen. Im Januar 2022 beließen das Landgericht und im Dezember das Kassationsgericht dieses Urteil unverändert.