Aktualisierte: 18. Juli 2024
NAME: Mikhaylenko Irina Viktorovna
Geburtsdatum: 21. Februar 1969
Aktueller Stand in der Strafsache: wer die Hauptstrafe verbüßt hat
Artikel des Strafgesetzbuches der Russischen Föderation: 282.2 (2)
Satz: Strafe in Form einer Geldstrafe in Höhe von 120.000 Rubel

Biographie

Im Oktober 2021 wurde Irina Michailenko, die Direktorin der Anwaltskanzlei, durchsucht, woraufhin der Untersuchungsausschuss sie sowie ihre Verwandten, die keine Zeugen Jehovas sind, befragte. Der Grund für die Aufmerksamkeit der Agenten war nicht irgendein Verbrechen, sondern der Glaube an Gott.

Irina wurde im Februar 1969 in Tscheljabinsk geboren. Ihre Mutter ist inzwischen im Ruhestand, ihr Vater starb 2005. Sie hat einen jüngeren Bruder.

Als Kind engagierte sich Irina in der Leichtathletik. Irina ist Absolventin der Staatlichen Rechtsakademie Ural. Sie arbeitete auf dem Gebiet der Rechtswissenschaft: Hilfsnotarin, Leiterin des staatlichen Notariats, Leiterin der Rechtsabteilung einer Wohnungsbaugesellschaft. Heute arbeitet sie als Direktorin und Mitbegründerin einer Anwaltskanzlei.

Als Irina ein Bibelstudium begann, kam sie zu dem Schluss, dass dieses Buch genau und überzeugend ist und auch Grundsätze enthält, die in verschiedenen Lebenssituationen hilfreich sind. 1997 fasste sie den Entschluss, den christlichen Weg einzuschlagen.

Im Jahr 2002 heiratete Irina Dmitry. Das Paar hat zwei erwachsene Söhne. In ihrer Freizeit organisiert Irina gerne Ferien, züchtet Blumen auf den "Alpenrutschen" und pflückt Waldbeeren.

Die Strafverfolgung wirkte sich negativ auf Irinas Leben aus: Chronische Krankheiten verschlimmerten sich, der Schlaf war gestört. Verwandte, die Irinas Überzeugungen nicht teilen, sowie ihre Arbeitskollegen halten die Verfolgung der Gläubigen für unzumutbar.

Fallbeispiel

Die Durchsuchung von Zeugen Jehovas in Tscheljabinsk im Jahr 2019 veränderte das Leben von Dutzenden von Gläubigen. Unter ihnen ist Irina Michailenko, Direktorin einer Anwaltskanzlei. Die Gläubige war Zeugin im Fall Valentina Suworowa, aber im Jahr 2021 wurde sie selbst verdächtigt, an extremistischen Aktivitäten teilgenommen zu haben. Michailenkos Haus wurde erneut durchsucht. Die Ermittlungsabteilung des Ermittlungskomitees der Russischen Föderation für das Gebiet Tscheljabinsk beschuldigte den Gläubigen, “direkt an … religiöse Versammlungen”, Lieder singen und Gebete sprechen. Michailenko wurde auch beschuldigt, an einem internationalen Kongress der Zeugen Jehovas in Südkorea teilgenommen zu haben. Im Juli 2022 begann der Prozess. Im April 2023 verurteilte das Gericht den Gläubigen zu einer Geldstrafe von 120.000 Rubel. Das Berufungsgericht bestätigte das Urteil.