Biographie
Am 5. März 2020 wurde der friedliche Gläubige Juri Krutjakow aus Tschechow ins Untersuchungsgefängnis überstellt. Wegen eines Gesprächs mit einer Person, die Interesse an der Bibel vortäuschte, verbrachte er über ein Jahr hinter Gittern. Während dieser Zeit verschlechterte sich Juris Sehvermögen stark. Im Mai 2021 sprach das Gericht den Gläubigen der „Extremismus“-Vorwürfe schuldig und verhängte eine Strafe von 6 Jahren Freiheitsentzug auf Bewährung mit einer Probezeit von 5 Jahren. Seine Ehefrau Sinaida, die im selben Strafverfahren beschuldigt wurde, erhielt 2 Jahre und 3 Monate auf Bewährung mit einer Probezeit von 2 Jahren.
Juri wurde 1952 in Nischni Nowgorod in einer Arbeiterfamilie geboren. Er absolvierte das Abendstudium des Gorkier Ingenieur- und Bauinstituts (Fakultät für Industrie- und Hochbau). Er arbeitete im Projektinstitut als technischer Zeichner in der Projektabteilung und in mehreren Bau- und Montagebetrieben in verschiedenen Positionen – vom Meister bis zum Leiter der Produktions- und Technikabteilung. Zuletzt war er als Raumausstatter tätig.
Seit seiner Kindheit war Juri wissbegierig, lernte gern Neues und vertiefte sein Wissen in verschiedenen Bereichen. Er suchte lange nach dem Sinn des Lebens, fand jedoch nirgends überzeugende oder logische Antworten auf seine Fragen.
Mit der biblischen Wahrheit kam er 1996 in Kontakt. „Ich habe endlich die Perspektive erkannt, die Gott durch sein Wort, die Bibel, eröffnet“, sagt Juri. Zwei Jahre später fasste er den festen Entschluss, ein Nachfolger Christi zu werden.
Juri führte ein aktives Leben, zog oft in verschiedene Städte und ließ sich 2010 in Tschechow nieder. 2012 heiratete er Sinaida, die seine religiösen Überzeugungen teilt. Seine Frau kocht gern und hört klassische sowie Volksmusik. Seit dem 3. Oktober 2019 steht Sinaida als Angeklagte im selben Strafverfahren unter Hausarrest.
Wegen der Strafverfolgung und des damit verbundenen Stresses hat sich Juris Gesundheitszustand verschlechtert. Die finanziellen Mittel für den Unterhalt der Familie reichen nicht aus. Verwandte und Freunde sind tief betroffen über die ungerechte Strafverfolgung des Ehepaares.
