Biographie
Religiöse Schikane – so bezeichneten die Angehörigen von Natalja Krasnobajewa die Strafverfolgung gegen sie. Nach ihren Worten sei Nataljas Persönlichkeit völlig unvereinbar mit dem Begriff Extremismus.
Natalja wurde im Juni 1976 in der Stadt Domodedowo, Gebiet Moskau, geboren. Ihre Eltern arbeiteten als Ingenieure im Konstruktionsbüro für biophysikalische Apparate in Moskau. Die Familie war freundlich und fleißig. Als Kind betrieb Natalja Sportgymnastik und schloss die Musikschule im Fach Akkordeon ab. Ihr Vater ist im Ruhestand. Die Mutter und der jüngere Bruder sind bereits verstorben.
Im Jahr 1999 schloss Natalja die Staatliche Universität für Service mit dem Abschluss „Ingenieur für Haushalts- und radioelektronische Geräte“ ab. Bis 2008 arbeitete sie als Laborantin am Lehrstuhl derselben Universität, danach als Sozialarbeiterin in Schtschelkowo. Seit 2014 ist Natalja Elektromonteurin im Einsatzteam der Firma „Rosseti Moskauer Region“. Natalja ist geschieden. Sie hat drei erwachsene Töchter und einen Enkel.
Natalja begann 1995 die Bibel zu studieren. Nach ihren Worten veranlasste sie die tiefgehende und unvoreingenommene Untersuchung dieses Buches dazu, ein Jahr später die christliche Taufe zu vollziehen.
Zu Nataljas vielseitigen Interessen zählen die Konditorei, Eiskunstlauf, Englisch, Nähen und Pflanzenzucht. Ihre Neigung zu Kreativität und Sport habe sie, so sagt sie, von ihren Eltern geerbt und beobachtet dieselben Eigenschaften auch bei ihren Kindern.
Die Hausdurchsuchung, die im Juni 2026 in Nataljas Abwesenheit bei ihr zu Hause stattfand, erschreckte ihre Tochter und den fünfjährigen Enkel sehr – Ermittlungsbeamte richteten mit durchgebrochener Eingangstür ihre Waffen auf die beiden. „Wie sollen wir jetzt weiterleben?!“ – diese Frage stellten ihr die Töchter immer wieder. Natalja selbst wurde von den Polizeibehörden unter Druck gesetzt und eingeschüchtert.
