NAME: Kovalenko Viktor Ivanovich
Geburtsdatum: 15. April 1957
Aktueller Stand in der Strafsache: Angeklagter
Artikel des Strafgesetzbuches der Russischen Föderation: 282.2 (1)
In Gewahrsam genommen: 2 Tage in der vorläufigen Haftanstalt, 42 Tage Unter Hausarrest
Derzeitige Einschränkungen: Hausarrest

Biographie

Wiktor Kowalenko wurde im April 1957 im Dorf Wosnesenka (Region Altai) als drittes von fünf Kindern geboren. Schon als Kind hatte Wiktor eine Vorliebe für Sport: Er spielte gern Fußball und Volleyball und betrieb Ski und Lauf. Nach dem Militärdienst arbeitete er fast sein ganzes Leben als Fahrer. Heute ist der Mann im Ruhestand. Den Großteil seines Lebens verbrachte er in Slawgorod. Mit seiner Ehefrau Walentina ist er seit fast 50 Jahren verheiratet.

Von Gott hörte Wiktor bereits in seiner Kindheit durch seine Eltern. 1993 begann er gemeinsam mit seiner Frau und den Kindern, die Bibel zu studieren. Er verglich die Fakten aus der Bibel mit den Ereignissen in der modernen Geschichte und kam zu dem Schluss, dass sich so biblische Prophezeiungen erfüllen. Zwei Jahre später wurde Wiktor Zeuge Jehovas. Walentina teilt die Glaubensüberzeugungen ihres Mannes.

Wiktor bemühte sich stets, gesetzeskonform zu leben, dennoch wurde ein Strafverfahren gegen ihn eingeleitet – er wurde wegen Extremismus aufgrund seiner religiösen Überzeugungen angeklagt. Der Gläubige erlebte Druck von Seiten der Ermittlungsbehörden. Nach einem Herzinfarkt kam er ins Krankenhaus, wo ihn ein Ermittlungsbeamter aufsuchte, dem älteren Mann Haft androhte und ihn dazu brachte, ein Dokument zur Kenntnisnahme über das Verfahren zu unterschreiben.

Die Familie bleibt für Wiktor eine Stütze in schwierigen Zeiten.

Fallbeispiel

Im Juni 2026 nahmen Mitarbeiter der Ermittlungsbehörde in den Städten Jarowoje und Slawgorod im Altai-Gebiet die älteren Gläubigen Walerij Firsow und Wiktor Kowalenko fest, die der Religion der Zeugen Jehovas angehören. Sie wurden als Verdächtige der Beteiligung an extremistischen Aktivitäten vernommen und inhaftiert. Am nächsten Tag erhoben die Behörden Anklage gegen sie wegen Organisation der Tätigkeit einer extremistischen Vereinigung. Einige Monate zuvor hatten Hausdurchsuchungen bei den Gläubigen stattgefunden. Nach ihrer Festnahme wurden sie unter Hausarrest gestellt. Im selben Monat wurde der Fall an das Gericht übergeben.
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