Biographie
Wladimir Kompaniez wurde im Juni 1966 in der Stadt Sewersk (Gebiet Tomsk) geboren. Die Familie hatte drei Kinder. Der Vater lebt nicht mehr – er starb 2020 an Covid.
Wladimir leistete Wehrdienst in den Luftlandetruppen. Nach der Armee studierte er Ingenieurwesen, arbeitete jedoch nicht in diesem Beruf. Die meiste Zeit seines Lebens war er Busfahrer, seit 15 Jahren ist er Installateur. Er hat viele Stammkunden.
Wladimir ist fröhlich und lebenslustig – er liebt es, zu scherzen und zu lachen. In seiner Jugend begeisterte er sich für Gesellschaftstanz und Fotografie; heute legt er in seiner Freizeit Mosaiks, große und komplexe Bilder. Jede Woche spielt er Volleyball.
Wladimirs zukünftige Ehefrau Swetlana unterrichtete in Grundschulklassen, arbeitete als Werklehrerin, Laborantin und Verkäuferin. Sie organisierte gerne die Freizeit von Kindern und verbrachte deshalb die Sommer in Pionierlagern. Dort lernte sie Wladimir kennen, der damals fotografierte. Die beiden heirateten 1990. Ein Jahr später wurde ihre Tochter Anastasia geboren, drei Jahre darauf der Sohn Dmitri. Die Kinder sind erwachsen und leben mit eigenen Familien.
1991 verstarb Wladimirs ältere Schwester. Zwei Jahre später ertrank sein Zwillingsbruder zusammen mit dessen vierjährigem Sohn. Diese tragischen Ereignisse belasteten Wladimir schwer – er begann Alkohol zu missbrauchen, die Familie zerbrach. Nach Wladimirs Worten gelang es den Eheleuten später, dank biblischer Ratschläge, wieder eine herzliche Beziehung aufzubauen. In ihrer Freizeit veranstalten Wladimir und seine Frau gern Treffen mit Freunden und grillen Schaschlik im Freien.
Im Juni 2026 wurde Wladimir Kompaniez festgenommen und ins Untersuchungsgefängnis gebracht. Die Eheleute waren nie länger getrennt und leiden sehr unter der erzwungenen Trennung. Swetlanas Gesundheit ist seit einer Covid-Erkrankung im Jahr 2020 geschwächt – damals lag sie zwei Wochen im Koma. Nun muss sie alleine den Haushalt führen, Rechnungen bezahlen und sich mit den Unterlagen im Strafverfahren beschäftigen. Nach der Hausdurchsuchung fühlt sich Swetlana in ihrem eigenen Zuhause nicht mehr sicher. Ihre Tochter hilft ihr dabei und kommt extra aus einer anderen Stadt. Wladimirs betagte Mutter, die bei seiner Festnahme 87 Jahre alt war, fürchtet, ihren Sohn nie wieder sehen zu können.
