Biographie
Wladimir Kolesnikow, ein pensionierter Soldat, sah sich 2022 wegen seines Glaubens strafrechtlich verfolgt worden. Zwei Jahre zuvor hatte er den Verlust seiner geliebten Frau erlitten.
Wladimir wurde im März 1946 in Lwiw geboren. Er hat einen jüngeren Bruder und eine jüngere Schwester. Als Kind war er sportbegeistert und nahm an Laufwettbewerben teil.
Von 1956 bis 1968 absolvierte Wladimir seine Ausbildung: zunächst an den Militärschulen Orenburg und Kasan Suworow, später absolvierte er die Fliegerschule in Jeisk. Danach diente er in Transbaikalien und trat 1976 mit dem Rang eines Hauptmanns in den Ruhestand. Anschließend arbeitete er in einer Mine im hohen Norden.
1979 heiratete er Zinaida, die zu dieser Zeit eine Tochter allein großzog. Während ihrer Ehe bekamen sie einen Sohn und eine zweite Tochter. Zinaida arbeitete im Einzelhandel und in Reinigungsdiensten. Als sich ihr Gesundheitszustand verschlechterte, zog das Paar in die Siedlung Vyselki im Gebiet Krasnodar, wo Wladimir noch heute lebt. In seiner Freizeit pflegt er einen Gemüsegarten und geht gerne spazieren. Er ist inzwischen im Ruhestand. Seine Situation wird durch gesundheitliche Probleme erschwert: Kurz nach dem Tod seiner Frau erlitt er einen Schlaganfall.
Schon in jungen Jahren reflektierte Wladimir—überzeugt von Gottes Existenz—über geistliche Angelegenheiten. 1993 erfuhr Zinaida, dass Zeugen Jehovas eine große religiöse Versammlung planten und daran teilnehmen wollten. Später begann das Paar, gemeinsam die Bibel zu studieren, und schlug 1995 den christlichen Weg ein.
Auch Zinaidas Schwiegersohn, Viktor Spirichev, betraf die strafrechtliche Verfolgung. Im Dezember 2025 verurteilte ein Gericht ihn wegen seines Glaubens zu zwei Jahren Bewährungsstrafe.
