Biographie
Im Februar 2022 wurde Jewgeni Botschko zum Verdächtigen in einem Strafverfahren wegen Extremismus, ausschließlich aufgrund seines Glaubens an Jehova Gott. Bei ihm wurde eine Hausdurchsuchung durchgeführt, die bei dem Gläubigen, der auf Grund einer Behinderung lebt, einen Schub seiner chronischen Krankheit auslöste – Botschko leidet an Multipler Sklerose, was sich auf seine Koordination auswirkt.
Jewgeni wurde im April 1975 im Dorf Nowoberesanski im Krasnodar-Gebiet geboren. Er ist das einzige Kind der Familie, seine Mutter zog ihn alleine groß.
Als Kind interessierte sich Jewgeni für das Studium von Insekten und das Sammeln von Briefmarken. Er wiederholte zu Hause gerne Experimente aus dem Physik- und Chemieunterricht und untersuchte Gegenstände unter dem Mikroskop. In den höheren Klassen begeisterte er sich für Elektronik, baute einen Zufallszahlengenerator.
1996 schloss Jewgeni das Maschinenbaukolleg Krasnodar ab. Anschließend arbeitete er als Elektromonteur und als Ingenieur für die Wartung von Mess- und Automatisierungstechnik für Gasgeräte. Derzeit ist er aus gesundheitlichen Gründen nicht berufstätig.
Jewgeni erinnert sich: „Meine Kindheit war schwer. Ich konnte auf niemanden vertrauen außer auf Gott; ich habe seit meiner Kindheit gebetet. Daher habe ich, als mir angeboten wurde, die Bibel zu studieren, sofort zugestimmt.“ Jewgeni fand Antworten auf seine Fragen und schlug im Jahr 1998 den christlichen Weg ein.
Im Jahr 2009 heiratete Jewgeni. Seine Ehefrau Anna ist Hausfrau. Das Paar lebte einige Jahre in der Stadt Marx (Gebiet Saratow), kehrte später nach Wyselki zurück und ließ sich danach in der Staniza Businowskaja nieder.
In ihrer Freizeit kümmern sich die Eheleute gemeinsam um Garten und Gemüsegarten. Botschko lieben Tiere: Sie haben eine Katze, die laut Jewgeni gerne Musik hört, und zwei Hunde.
Die Strafverfolgung hat das Leben der Gläubigen grundlegend verändert. Jewgeni musste mehrfach den Notarzt rufen, da der erlebte Stress seine ohnehin schon angeschlagene Gesundheit stark beeinträchtigt hat.
Verwandte und Freunde zeigen sich verwundert über das Geschehen. Die Dorfbewohner begegnen Jewgeni mit noch mehr Respekt.
