NAME: Arefeva Svetlana Yuriyevna
Geburtsdatum: 10. April 2004
Aktueller Stand in der Strafsache: Angeklagter
Artikel des Strafgesetzbuches der Russischen Föderation: 282.2 (2)
Derzeitige Einschränkungen: Anerkennungsvereinbarung

Biographie

"Ein paar Tage nach der Durchsuchung versetzte mich jedes Klopfen an der Tür in Panik. Ich konnte nicht allein zu Hause bleiben und musste Beruhigungsmittel nehmen, nur um einzuschlafen", erinnert sich Svetlana Arefeva an die Ereignisse des Frühlings 2026. Damals wurde gegen sie ein Strafverfahren wegen Beteiligung an Aktivitäten einer extremistischen Organisation eröffnet.

Svetlana wurde 2004 im Dorf Darasun geboren, etwa 100 Kilometer von Tschita entfernt. Ihre Mutter, eine Vorschulpädagogin, arbeitete viele Jahre als Kindergärtnerin. Bis zu seiner Pensionierung arbeitete ihr Vater als Wächter in einer Justizvollzugskolonie des Bundesgefängnisses; er arbeitet heute in einer Feuerwache. Svetlana hat eine ältere Schwester, Anastasiya, die zusammen mit ihrem Ehemann Vitaliy ebenfalls wegen ihrer religiösen Überzeugungen strafrechtlich verfolgt wurde.

Schon in jungen Jahren war Svetlana ein energiegeladenes und aufgeschlossenes Kind. Besonders gerne spielte sie Ballspiele. "Ich erinnere mich, dass ich als Kind, wenn sich junge Leute zum Volleyball versammelten, immer direkt da war", sagt sie.

Nach dem Schulabschluss zog Svetlana nach Chita, wo sie zur Friseurin ausgebildet wurde und nun in ihrem Beruf arbeitet. In ihrer Freizeit bevorzugt sie weiterhin aktive Freizeit, Spiele im Freien und Reisen. "Ein Tapetenwechsel und neue Erfahrungen bereiten mir viel Freude", sagt Svetlana.

Svetlanas Mutter war die erste in der Familie Arefev, die begann, die Bibel zu studieren, als Svetlana noch sehr jung war. Sowohl sie als auch ihre ältere Schwester Anastasiya kennen die biblischen Lehren seit ihrer Kindheit. Später trafen beide eine bewusste persönliche Entscheidung, dem christlichen Weg zu folgen.

Svetlanas Vater teilt nicht die religiösen Überzeugungen seiner Frau und Töchter, respektiert aber ihre Entscheidung. Die Nachricht von den Durchsuchungen und der strafrechtlichen Verfolgung beider Töchter und seines Schwiegersohns erschütterte ihn zutiefst.

Fallbeispiel

Im März 2026 eröffnete der FSB ein Strafverfahren gegen zehn Einwohner von Chita. Die Gläubigen wurden verdächtigt, extremistische Aktivitäten allein zu organisieren und daran teilzunehmen, um gemeinsam mit Freunden die Bibel zu lesen. Der Älteste unter ihnen, Anatoliy Pozdnyakov, war damals 67 Jahre alt, während Svetlana Arefyeva und Anna Guseva erst 21 Jahre alt waren. Nach den Durchsuchungen wurden acht der Angeklagten unter Reisebeschränkungen gestellt, Pozdnyakov wurde unter Hausarrest gestellt, und Aleksey Karpov sowie Bakhtiyor Raupov wurden in Gewahrsam genommen.
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