Krimischer Zeuge Jehovas wird nach seinem Vater wegen seines Glaubens strafrechtlich verfolgt
KrimAm 10. August 2026 nahmen Ermittlungsbeamte Ilja Tschertow, einen 28-jährigen Gläubigen, am Flughafen Sotschi fest. Wenige Tage später wurde er nach Simferopol gebracht. Dort erfuhr er, dass ein Strafverfahren wegen Extremismus gegen ihn eingeleitet wurde.
Bei der Festnahme wurde Tschertow das Handy abgenommen, ohne dass ein Protokoll über die Beschlagnahme erstellt wurde. Später warf man dem jungen Mann ein konstruiertes Ordnungswidrigkeitenverfahren vor, woraufhin das Gericht eine dreitägige Haftstrafe verhängte. Eine Kopie des Gerichtsurteils wurde ihm zunächst ausgehändigt, dann aber wieder abgenommen. Nach der Festnahme erhielt der Gläubige eineinhalb Tage lang keine Nahrung.
Am 18. August 2026 leitete der leitende Ermittler des Hauptkriminalamts der Ermittlungsbehörde der Russischen Föderation für die Republik Krim und Sewastopol, Kapitän der Justiz A. A. Kirow, gegen Ilja Tschertow ein Verfahren wegen Organisation der Aktivitäten einer extremistischen Organisation ein. Derselbe Ermittler führt auch das Verfahren gegen Iljas Vater, Wladimir Tschertow, der nach derselben Strafnorm verfolgt wird. Am 20. August wurde Ilja angeklagt, am nächsten Tag stellte das Gericht den Gläubigen unter Hausarrest.
