Fall Firsow und Kowalenko in Slawgorod

Fallbeispiel

Im Juni 2026 nahmen Mitarbeiter der Ermittlungsbehörde in den Städten Jarowoje und Slawgorod im Altai-Gebiet die älteren Gläubigen Walerij Firsow und Wiktor Kowalenko fest, die der Religion der Zeugen Jehovas angehören. Sie wurden als Verdächtige der Beteiligung an extremistischen Aktivitäten vernommen und inhaftiert. Am nächsten Tag erhoben die Behörden Anklage gegen sie wegen Organisation der Tätigkeit einer extremistischen Vereinigung. Einige Monate zuvor hatten Hausdurchsuchungen bei den Gläubigen stattgefunden. Nach ihrer Festnahme wurden sie unter Hausarrest gestellt. Im selben Monat wurde der Fall an das Gericht übergeben.

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    Waleri Firsow und Viktor Kowalenko beginnen, sich mit den Unterlagen des Falls vertraut zu machen. Der Ermittlungsbeamte erlaubt es nicht, Videodateien auf eine Speicherkarte zu kopieren und verweist darauf, dass Gläubigen die Nutzung von Kommunikationsmitteln untersagt ist. Während der Einsichtnahme erleidet Kowalenko Herzbeschwerden – ein Krankenwagen bringt ihn in die Kardiologie von Slawgorod. Die Frage eines möglichen Transfers des Mannes in ein Krankenhaus in Barnaul wird geprüft.

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    Der Ermittler besucht Kowalenko direkt im Krankenhaus und bringt ihn unter der Androhung einer sofortigen Inhaftierung dazu, das Dokument über die Kenntnisnahme der Ermittlungsakten zu unterschreiben.

    Am selben Tag beendet auch Firsow die Kenntnisnahme der Akten – ebenfalls unter Druck: Der Ermittler drängt ihn und verweigert ihm erneut den Zugang zu den Videomaterialien.

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    Strafsache gelangt vor das Stadtgericht Slawgorod im Gebiet Altai. Die Vorsitzende ist Richterin Olga Filippowa. Zuvor hatte sie ein Schuldspruch-Urteil gegen Barsukow und Elisejew gefällt – jeweils 6 Jahre Freiheitsentzug.

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