Fall Firsow und Kowalenko in Slawgorod

Fallbeispiel

Im Juni 2026 wurden in den Städten Jarowoje und Slawgorod im Altai-Gebiet die 69-jährigen Valeri Firsow und Viktor Kowalenko, beide Anhänger der Religion der Zeugen Jehovas, von Mitarbeitern der Ermittlungsbehörde festgenommen. Sie wurden als Verdächtige der Teilnahme an extremistischer Tätigkeit vernommen und ins Untersuchungsgefängnis gebracht. Am nächsten Tag erhielten sie eine Anklage wegen Organisation der Aktivitäten einer extremistischen Organisation. Bereits einige Monate zuvor waren bei den Gläubigen Hausdurchsuchungen durchgeführt worden. Nach der Festnahme wurden Viktor und Valeri unter Hausarrest gestellt.

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    Waleri Firsow und Viktor Kowalenko beginnen, sich mit den Unterlagen des Falls vertraut zu machen. Der Ermittlungsbeamte erlaubt es nicht, Videodateien auf eine Speicherkarte zu kopieren und verweist darauf, dass Gläubigen die Nutzung von Kommunikationsmitteln untersagt ist. Während der Einsichtnahme erleidet Kowalenko Herzbeschwerden – ein Krankenwagen bringt ihn in die Kardiologie von Slawgorod. Die Frage eines möglichen Transfers des Mannes in ein Krankenhaus in Barnaul wird geprüft.

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    Der Ermittler besucht Kowalenko direkt im Krankenhaus und bringt ihn unter der Androhung einer sofortigen Inhaftierung dazu, das Dokument über die Kenntnisnahme der Ermittlungsakten zu unterschreiben.

    Am selben Tag beendet auch Firsow die Kenntnisnahme der Akten – ebenfalls unter Druck: Der Ermittler drängt ihn und verweigert ihm erneut den Zugang zu den Videomaterialien.

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